MATTHIAS JANOUSCHEK

Challenge Roth- DNF

Es hat leider gestern nicht sein sollen. Der Infekt, den ich seit Mittwoch mit mir herumgeschleppt habe, hat mich letztendlich in die Knie gezwungen. Schon die Nacht vor dem Start war leider nicht so optimal, weil mein kleiner Sohn dauernd wach war und in Kombination mit der Vorstartnervosität kam dann eine ganze Stunde Schlaf heraus. Das war also mein Nacht. Am Tag vorher hab ich mir gesagt, wenn ich aufsteh und es geht mir gut dann werd ich starten. Die Nase war zumindest frei und ich hab mich einigermaßen gefühlt, also würde ich starten. Schon vor dem Rennen hat mich trotz Wärmekleidung geforen, aber ich dachte, naja, es hat 10 Grad....Dann bin ich zum letzten Toilettengang, zieh am Reissverschluss meines Anzuges und hab den Reissverschluss plötzlich in der Hand. Meine Frau und ich haben dann nach kurzer Suche Sicherheitsnadeln aufgetrieben, damit ich auf dem Rad nicht mit offenem Anzug fahren musste. Dann gings los. Mein Schwimmen fühlte sich zügig und gut an, aber als ich aus dem Wasser stieg und auf die Uhr schaute hatte ich eigentlich schon keinen Bock mehr: 1h 11min. Mein Minimalziel waren ja 1h 07 Minuten. Mit diesem Gefühl fuhr ich dann los, im Kopf musste ich ständig gegen dieses Null-Bock-Gefühl ankämpfen. Schließlich siegte die Vernunft bzw. die mentale Stärke und ich sagte mir, na gut, vier Minuten, die musst du eben auf der Radstrecke rausfahren. Erst nachher hab ich erfahren, dass die Schwimmzeiten im Allgemeinen sehr langsam waren an diesem Tag (Ursache? Kein Ahnung!). Was sagt einem das für die Zukunft? Immer weitermachen lohnt sich auf einer LD immer, denn das Blatt kann sich schnell zu den eigenen Gunsten wenden. Auf dem Rad lief es dann nämlich zunächst sensationell gut, hatte bis km 130-135 einen guten 35er-Schnitt stehen, obwohl ich 4 Watt unter dem geblieben bin was ich aus dem Training draufgehabt hätte. Hätte ich das gehalten, es wäre eine glatte 5h Radzeit rausgekommen. Aber leider nicht an diesem Tag. Bei km 140 dann aber wurde mir schwindlig und ich bekam höllische Kopfschmerzen und Halsweh, und auf einmal schlug der Infekt sowas von zu (mein Theorie: mein Körper hat mir signalisiert, dass das, sollte das hier so weiter gehen, gesundheitsgefährdend werden würde). Also beschloss ich schweren Herzens, nach dem Radfahren aufzugeben. Bin es dan die letzten 40 kms im Oberlenker zu Ende gegurkt, wär echt nicht mehr gegangen: war einfach alle! Ein Maraton wäre in diesem Zustand einfach nur zur Wanderveranstaltung geworden, und somit hat die Vernunft gesiegt. Alle meiner vielen Bekannten an der Strecke haben mich im Nachhinein gelobt für diese Entscheidung. Diese hatte aber auch sportliche Gründe: selbst einen langsamen Marathon merkt man in den Beinen noch zwei Wochen später. Da ich aber für heujahr noch ein Ziel hab (die Challenge in Kaiserwinkl), kann ich somit früher als geplant wieder ins Training einsteigen und topfit dort antreten. Dennoch bin ich heute, zwei Tage später, noch sehr enttäuscht. Ich war in absoluter Topverfassung, und dann bremst einen so ein dämlicher Infekt aus. Naja, jetzt erstmal wieder gesund werden (es ist scheinbar ein hartnäckiger Infekt, der derzeit umgeht und unbehandelt auch nicht weggeht: der Februar lässt grüßen) und dann greif ich noch einmal an. Das kann es noch nicht gewesen sein heujahr, dafür ist die Form zu gut!!! Danke an alle, die mir die Daumen gedrückt und mich unterstützt haben! Das nächste Mal bin ich wieder auf der Höhe....

16.7.13 07:57

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