MATTHIAS JANOUSCHEK

Silvesterlauf

Am letzten Tag des Jahres 2012 nahm ich am Nürnberger Silvesterlauf über die 5km-Strecke teil. In 18 min 27 sec. konnte ich den Sieg in der Altersklasse M35 feiern und den 14. Rang von über 300 Startern einnehmen. Noch keinen Meter Tempotraining in den Beinen, fühlte sich der von mir gelaufene Schnitt von 3:45 min/km doch ein bissl brutal an. Es war aber mal echt eine interessante Erfahrung, im Winter bei einem Wettkampf zu starten und sozusagen "von 0 auf 100" Stoff zu geben. Das mir in den Beinen steckende viele Training (seit Anfang Dezember wieder planmäßiger) taten ein Übriges zu meiner Müdigkeit dazu. Insgesamt läuft die Vorbereitung für Roth 2013 derzeit sehr gut und planmäßig. Fazit: Im Schwimmen und Laufen bisher für meine Verhältnisse hohe Umfänge, aber niedrige Intensitäten. Beim Radfahren hab ich mich traditionell auf die Skatingskier begeben und konnte auch da bereits einige Kilometer runterreißen. Im Moment ist nur das Wetter gerade in anti-Schnee-Laune, aber evtl. wird es ja nochmal....Ich wünsche allen ein gutes neues Jahr und viel Glück und Erfolg in 2013!

Gruß,

euer Matsches

1 Kommentar 4.1.13 08:49, kommentieren

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SAISONPLANUNG 2013

Jetzt liegen schon wieder 8 Wochen Training seit Ende der Saisonpause hinter mir. Meine Saisonplanung für 2013 ist nun fast abgeschlossen. An folgenden Wettkämpfen plane ich teilzunehmen:

31.Dezember: Silvesterlauf in Nürnberg rund um den Dutzendeich (5km)

Zwischen Februar und April: Einige 5km-Laufwettkämpfe für die Grundschnelligkeit

Evtl. kurzes Trainingslager mit Schwerpunkt Skilanglauf zwischen 9. und 17.Februar

25.März-7.April: Trainingslager mit Schwerpunkt Rad (diesmal zu Hause)

April/Mai (Termine stehen noch nicht fest): 6er-Mannschaftszeitfahren auf der Rothrunde und Einzelzeitfahren im Hirschbachtal

1.Mai: Duathlon Hilpoltstein (8,5-30-5,5)

20.Mai - 2.Juni: Trainingslager Italien (Schwerpunkt Wettkampfform); Team Janouschek und Team Pühler reisen komplett an

30.Juni: Cadion Rothsee Triathlon (olympische Distanz)

14.Juli: CHALLENGE ROTH (Saisonhöhepunkt; Langdistanz)

25.August: Sprinttriathlon Neustadt

1.September: Challenge Walchsee/Kaiserwinkl (Half-Ironman)

15.September: medwork Triathlon Höchstadt (olympische Distanz)

Puh, wenns mir danach ned langt wann dann? Vor allem die zweite Saisonhälfte wird sehr hart werden, aber Höchstadt will ich unbedingt machen (denn der Radspezialist meines Vertrauens, Bodo Dresel, organisiert das Rennen und das wird glaub ich eine tolle Veranstaltung die man unterstützen muss. Ist ja quasi vor der Haustür...). Alle Rennen nach Roth seh ich aber diesmal als Sammeln von weiterer Wettkampferfahrung. Doch jetzt erstmal viel Spaß beim Wintertraining....

Viele Grüße,

euer Matsches

26.11.12 17:19, kommentieren

Planungsphase

Dieser Tage mache ich mir sehr viele Gedanken über die kommende Saison und wie sie wohl aussehen wird. Um meine Ergebnisse dieser Saison noch toppen zu können, werd ich ganz schön ranklotzen müssen. Denn leider wird die Luft nach oben hin im Feld immer dünner. Wenn ich mir beispielsweise die Entwicklung der Zeiten im Amateurbereich betrachte, dann stelle ich fest, dass sich das Niveau der Rennen nicht nur bei den Profis, sondern vor allem in den Age-Groups immer mehr steigert. Heujahr wurde ich in Erlangen zum Beispiel 31. des Gesamtfeldes, während ich 2008 mit dieser Zeit noch 7. geworden wäre. Und das traditionsreiche Rennen des Powerman Zofingen war das schnellste in seiner 24-jährigen Geschichte, wenn man die Zeiten der Profis und der Amateure zusammenzählt und einen Schnitt bildet. Dem muss man natürlich Rechnung tragen, wenn man mithalten will. Man muss sich jedes Jahr noch ein Stück akribischer und härter vorbereiten, mehr Opfer bringen und noch disziplinierter sein. Und ich muss sehr genau aufpassen,dass ich mich nicht zu sehr an die Top 10 in der Age Group gewöhne. Realistischerweise ist diese Top 10 im Duathlon etwa soviel wert wie wahrscheinlich Top 50 AK in Roth (weil einfach wesentlich mehr mitmachen und die Dichte an Spitzenathleten noch größer ist). In Roth nächstes Jahr werden also wesentlich mehr Leute mit einer Top Zeit ins Ziel kommen als letztes Jahr. Wobei mich das in Roth nicht interessiert. Ich habe meine eigene Rechnung mit diesem Rennen. Ich hab mir vorgenommen, so lange dort zu starten, bis ich die 10 Stunden-Marke unterboten habe. Weche ich Wettkämpfe ich außer diesem noch bestreite und warum, werde ich euch beizeiten hier bekannt geben.

Stay tuned,

euer Matsches

28.9.12 19:45, kommentieren

Duathlon Long Distance World Championship Zofingen - I survived!

Nachdem ich meinen letzten Vorbereitungswettkampf am Ende der letzten harten Trainingsphase am 5. August in einer top-Zeit hinter mich gebracht hatte (auf dem Rad ein Schnitt von fast 38 km/h, gefolgt von 11,6 Kilometern in 43:04 min, 31.  Gesamtfeld, Top ten AK) reisten mein Team und ich am Donnerstag, den 30. August frohen Mutes nach Zofingen zur Duathlon Weltmeisterschaft über die Langdistanz. Schon bei der abendlichen Ankunft in Zofingen schüttete es was das Zeug hält, wofür der härteste Duathlon der Welt (10 km Laufen bei über 250 Höhenmeter, 150km Radfahren bei 2600 Höhenmetern und abschließend 30km nochmal Laufen bei 760 Höhenmetern) ja bekannt ist/war (Stichwort "Zofingen-Wetter". Bis am Tag vor dem Rennen war ich noch optimistisch, dass sich das Wetter noch ändern würde, aber als es dann beim Abholen der Startunterlagen am Vortag fast sintflutartig regnete und zudem bescheiden kalt war, wurde mir doch etwas mulmig. Zusammen mit meiner Frau setzte ich mich hin und wir überlegten, welche Kleidungsstücke mich am nächsten Tag vor dem sicheren Kältetod bewahren sollten...Doch unsere eigentlich dann doch gute Kleidungsstrategie mussten wir zum Glück am nächsten Tag garnicht anwenden, denn pünktlich zum Renntag wurde es trocken und etwas wärmer. Nach 5 Stunden Schlaf (sehr viel für mich in der Nacht zum Rennen) trafen wir sehr früh am Ort des Geschehens ein und schauten uns nach dem Einchecken des Rades erstmal den Start an. Von Beginn an ging es bergauf, und ich redete mir immer wieder ein, es ganz langsam angehen zu lassen. Nachdem der Topfavorit des Rennens, der belgische Profi Vanstelaat, noch neben meiner Mum und mir auf der gleichen Bank Platz genommen hatte (alle Nase lang kamen Presseleute vorbei und haben ihn fotografiert, war ganz wichtig), wurde es um halb neun so langsam ernst. Normalerweise wärme ich mich vor einer Langdistanz eigentlich nicht auf, vor Zofingen aber machte ich eine Ausnahme, denn es ging ja gleich ziemlich hoch und ich wollte nicht übersäuern. Um 9 Uhr fiel endlich der Startschuss, und das Feld setzte sich in Bewegung. Unter all den dünnen Heringen (echt krass, man sah keinen, der nicht voll durchtrainiert aussah) hatte ich mich vorsichtshalber mal hinten eingereit. Schon nach etwa 500 Metern kam eine Kurve, und ursprünglich wurde es sehr steil. Um mich herum hörte ich Leute, die teiweise schnauften als ob es sich um einen solo-10km-Lauf handeln würde. Bei mir stieg zwar der Puls auch, aber ich hatte alles im Griff. Es waren insgesamt bei der Auftaktdisziplin zwei Runden zu laufen. Oben auf dem Plateu lief eine hügelige Trailstrecke, die dann auf der anderen Seite direkt wieder bergab führte, durchs Stadion und die tobenden Zuschauermassen durch und nochmal das gleiche Spiel. Auch in Runde zwei ließ ich es locker angehen, nur bergab machte ich etwas mehr Druck und ließ es ordentlich laufen. Dann der erste Wechsel, plötzlich Orientierungslosigkeit, ich dachte ich sei in den falschen Gang gelaufen, hab dann gewechselt, war aber scheinbar im richtigen gewesen, Rad erspäht und ab über die Radplanke zu meinem Rad. Mist, total versaut. So was war mir schon ewig nicht mehr passiert, und ausgerechnet jetzt bei der WM. Egal, ich hatte keine Zeit großartig darüber nachzudenken. Also, Rad geschnappt und hinter den Leuten her, die mit mir reingelaufen waren. Schon nach wenigen Kurbelumdrehungen merkte ich, dass meine Beine super waren. Ein Blick auf den Wattmesser verriet mir, dass ich mit rund 220 Watt etwas zu überambitioniert fuhr, und ich drosselte erstmal auf 200 Watt und ging es somit langsam an. Schon nach etwa zwei Kilometern fing ich an zu essen, und ich wurde nur überholt (teiweise so schnell, dass man hätte meinen können, diese Leute fuhren ein Einzelzeitfahren über 40 Kilometer). Ich ließ mich davon aber nicht aus der Ruhe bringen, denn ich wusste aus den Trainingseinheiten, dass ich 210 Watt über 150km drauf hatte und danach auch noch schnell laufen kann (etwas, was viele beim Duathlon vergessen, den zweiten Lauf). In Runde eins traf ich auf einer der steilen Bergaufpassagen einen Italiener, der fuhr Sprints rein, sang und machte Scherzchen mit den Kühen. Weg war er, als es nach einer langen Bergabfahrt wieder geradeaus ging. Ich fuhr stur in meinem Wattbereich (Thorsten Eckerts Rat im Ohr: Matsches, fahr dein Ding. Vertrau auf deine Stärken! Im Laufen reicht dir so schnell keiner das Wasser, die holst du alle wieder). In Runde zwei fuhr ich wieder auf meinen italienischen Freund auf, wir lachten uns an und unterhielten uns eine Weile auf Englisch. Ich versuchte ihn noch aufzumuntern "Mate, we´re about 4 hours into the race, keep it up!"  Auf jeden Fall sehr sympatisch der Kerl, und weg war er wieder. Eigentlich hatte ich ja gemeint, er solle Körner sparen. An der Atmung hatte ich nämlich bereits gehört, dass wir uns bald wiedersehen würden. Und so war es dann auch. In Runde zwei und drei hatte der Wind deutlich aufgefrischt, bei gleicher Leistung sollte mein Schnitt am Ende bei genau 210 Watt durchschnittlich bei lediglich 29,8km/h liegen (was einiges über die Strecke sagt glaube ich). Am Berg traf ich Mr.Italo dann das letzte mal, wieder redeten wir, und dann aber kam das dritte Mal das steilste Stück (18 Prozent Steigung, man quält sich Kurbelumdrehung für Kurbelumdrehung bei über 300 Watt hoch, echt Krass, ein echter Bone-breaker). Er keuchte mir noch was von "Safe still something for the run" zu (das ich das bereits ab Runde eins getan hatte habe ich ihm mal nicht verraten) und wir sollten uns nicht mehr wieder sehen (hab nachher geschaut, er kam etwa 45 Minuten nach mir ins Ziel). Auf den letzten Kilometern taten mir so langsam richtig die Muskeln weh. Bei einem kurzen Antritt im Wiegetritt fuhr es mir stechend in den rechten Oberschenkel. Ich dachte in dem Moment echt, da drin ist jetzt was gerissen. Aber ich trat weiter und konnte meine Leistung zum Glück halten. Nun war das Laufen die große Unbekannte. Als ich festen Boden unter den Füßen spürte und ich keine Schmerzen beim Laufen im Oberschenkel hatte, war ich etwas beruhigter. Raus ging es auf die abschließenden 30 Kilometer a zwei Runden, natürlich gleich bergauf, 4:45 min/km erst, dann bremste ich mich etwas, meiner konservativen Taktik folgend. Es ging dann nach einem kleinen Flachstück in den Wad auf eine Trailstecke. Nun erstmal raus in den Busch, Blase entleeren. Nach einer gefühlten Ewigkeit konnte ich endlich weiter, es ging mehrer Kilomter steil bergauf bis aufs Plateu von Zofingen, dort eine längere Wendepunktschleife und das ganze wieder zurück. Schon bergauf hatte ich solche Muskelschmerzen wie noch nie in meinem Leben. Ich war schlichtweg höllisch zerstört hüftabwärts, alles schrie nach Gnade. Enegetisch ging es mir super, ich hätte echt noch schneller gekonnt, nur muskulär ging echt nix mehr. Dass ich am Schluss die 21. beste Zeit des gesamten Feldes laufen sollte, mit einem Schnitt von etwa 5 min/km auf dieser Höllen-Strecke, ich hätte demjenigen echt fünf Vögel gezeigt der mir das in dem Moment gesagt hätte. Unten am Stadion, am Ende von Runde eins, standen dann meine Frau, meine Mum und meine Kinder. Bevor ich ins Stadion reinlief rief ich Verena zu "Ich weiß nicht, wie ich da nochmal hoch soll". Mittlerweile interessiert mich meine Endzeit einen feuchten Kericht, ich schwort mir innerlich nur, dass ich ankommen wollte. Bitte bitte, lass mich ankommen, egal wie!!!  Und wieder raus aus dem Stadion, an meinen Leuten vorbei. Mein kleiner Sohn Hannes rief mir zu "Papa, du schaffst das. lauf!". Trotz schmerzender Beine musste ich lächeln. Bergauf entwickelte ich nun eine Strategie, ich lief mehr aus den Waden heraus (da meine Oberschenkel zu nichts mehr nutze waren). Auf einmal ging es dann wieder, die Schmerzen ließen etwas nach und konnte etwas forcieren. Ich überholte sogar Fußgänger im Nationalmannschaftsdress. Am Wendepunkt rief der Sprecher meinen Namen aus und dass ich richtig schnell unterwegs sei, und ich dachte mir nur "Verar.... kann ich mich alleine", wollte nur noch heim zu Mama Bergab wars noch mal die Hölle, mehr Schadenbegrenzung als Laufen. Ich überholte einen Spanier, mit ihm unterhielt ich mich noch kurz, ich ermunterte ihn noch mitzugehen: "Sigue corriendo, hombre!" (geteiltes Leid ist schließlich halbes Leid), aber er lächelte nur müde und weg war ich. Auf den letzten Kilometern wurde mir auf einmal noch kotzübel, ich trank aber dann etwas Wasser und es ging zum Glück weg. Dann kamen die letzten drei Kilometer, nur noch bergab, und ich wusste, ich würde es schaffen. Schon vorm Stadion feuerten mich die Leute frenetisch an, kleine Gruppen von Zuschauern klatschten begeistert, und da sah ich das erste Mal richtig auf die Uhr und begriff, dass ich nicht nur unter 8h 30min rauskommen würde, sondern evtl. sogar unter 8h 15min. Dann stand aber da mein Kleiner mit großen Augen (ich hatte Hannes versprochen, dass wir zusammen einlaufen würden), und somit pfiff ich auf die 8h 14 min und trudelte mit ihm ein (der Sprecher rief meinen Namen aus und die Endzeit, und auch Hannes wurde als Powerman von morgen ausgerufen). Dann war es vollbracht, 10. in der Ak bei einer WM. Ich war endglücklich und begriff erstmal garnicht, was für ein bombastisches Rennen ich gemacht hatte. Die Powerman-Medaille, an die ich den ganzen Tag auch in den schwärzesten Stunden gedacht hatte, durfte ich nun mit nach Hause nehmen. Meet me on cloud number nine during the coming weeks!

Viele Gruße,

euer Matsches

24.9.12 21:20, kommentieren

Mal wieder ein Lebenszeichen

Hallo Ihr alle,

 so, nch langer langer Zeit msl wieder ein Lebenszeichen von mir. Wir schreiben bereits Juni, und die "heiße Phase" für Zofingen ist bereits in vollem Gange. Dieses Jahr kann ich mit Gewissheit sagen, dass ich so gezielt, fokussiert und akribisch wie selten gearbeitet hab. Meine Umstellungen sehen wie folgt aus:

1) Fokus des Trainings aufs Radfahren gelegt. D.h., ich war/bin dieses Jahr einfach häufiger auf der Strasse. Dafür hab ich die Kilometerumfänge im Laufen etwas und im Schwimmen deutlich reduziert.

2.) Härteres Training: Nun hab ich - aufbauend auf einer sehr guten Grundlage - wieder richtige Krachereinheiten wie zu Fuß 5x2000m in 3:40 min/km mit 400 Trabpause auf der Bahn oder am Rad 10x2 min anaerobe Kapazität knapp unter bzw. über der 400 Watt-Marke ins Training genommen. Ja ja, von nix kommt nix.

3.) Steuerung der Belastung auf dem Rad mit einem Wattmesser. Meine vielleicht beste (aber halt auch teuerste) Veränderung dieses Jahr und für die Zukunft. Leistung in Watt ist die einzige Größe, die nicht lügt (ein niedrigerer Puls bei der gleichen Geschwindigkeit stellt sich oft auch aufgrund weniger Wind bzw. einfach Plattheit in harten Trainingsphasen ein)

4.) Neuer Trainingspartner : Neben Marc Deutschmann vom TS Herzogenaurach, einem top-Radfahrer und ausgezeichneten Triathleten, hab ich nun mit Martin Pühler von der TSG 08 Roth einen Spitzenläufer an meiner Seite (Marathon-Zeit von 2:45 h), der mir auch dazu noch ein guter Freund geworden ist. Er war bisher Laufspezialist und wechselt nun in den Triathlon-Zirkus. Freunde zieht euch an! Martin greift heujahr schon den schwersten Triathlon auf der kurzen Strecke an, den Schliersee Alpen Tria. Gemeinsam konnten wir schon viele Einheiten zu Wasser und zu Lande (auf dem Velo und zu Fuß herunterspulen.

 Meinen ersten richrigen Härtetest hatte ich am letzten Wochenende in Fürth beim Metropolmarathon. Ich ging auf der Halbmarathonstrecke an den Start und lief auf doch recht anspruchsvollem Kurs eine 1h 24 min (inklusive 150 Meter Einlaufen und Feiernlassen mit meinem Sohn). Ich konnte damit den 22. Platz, Martin mit einer 1h 19min sogar den 8. Platz von 1077 Startern belegen.

Nun gilt es, die letzten Wochen vor Zofingen noch kräftig Dampf zu machen. Hier mal ein kleines Beispiel, was das morgen Früh heißt:

6 Uhr aufstehen, Frühstück mit der Familie (meiner Frau Verena, meinen Söhnen Hannes und Alexander). Um 8 Uhr steht Martin auf der Matte, und es geht frisch gestärkt zum zwei Stunden Lauf: erste fünf Minuten auf 4:45 min/km steigern und dann bis Minute 30 halten. Anschließend folgen 15x (1min 3:30 min/km, 1 min 5 min/km im Wechsel). Ab Minute 60 dann eine halbe Stunde in 5:00 min/km. Die letzte halbe Stunde progressiv von 5:00 min/km auf 3:45 min/km gesteigert. 5 min Austraben, fertig!

Haut rein,

euer Matthias

30.6.12 21:23, kommentieren

Langsamer Wiedereinstieg

Nun liegen wieder bereits über fünf Wochen strukturierten Trainings hinter mir und so langsam finde ich wieder in einen geregelten Rythmus (obwohl ich die letzten vier Tage mit einer üblen Bronchitis mit anfänglichem Fieber im Bett lag). Diese erste Phase bis 25. März dient zunächst der Gewöhnung, oder wie Joe Friel, der alte amerikanische Trainerguru auch sagt: "It´s more a time of play than serious training". In dieser Zeit kann noch nicht allzu viel schief laufen und man kann es noch locker angehen lassen. Schließlich soll der Körper ja nur auf das nachfolgende Training vorbereitet werden.

 Da das Wetter so langsam besser wird werd ich wohl bald die Langlaufskier bzw. Schneeschuhe gegen das Rennrad tauschen können. Erfahrungsgemäß geht es dann auch mit der Grundlage relativ schnell aufwärts, wenn die Trainingseinheiten in den drei Stunden- Bereich und höher gehen. Dabei darf ich aber nicht vergessen, dass ich nicht wie sonst im Juli sondern ja erst im September meinen Leistungshöhepunkt erreicht haben will.

Zofingen wird wohl der härteste Brocken, den ich je gemacht hab. Das brutale an einem Duathlon ist, dass über die gesamte Zeit nur die Beine belastet werden. So gab es in den letzten Jahren keinen meiner kürzeren Duathlonwettkämpfe, in den ich beim zweiten Wechsel nicht mit Krämpfen vom Rad gestiegen bin. Am 2. September erwarten mich zunächst bergige 10 Kilometer zu Fuß. Anschließend geht es auf einen sehr anspruchsvolle 150km-Radstrecke. Bereits danach werden die Beine Matsch sein, doch anschließend folgt ein 30 Kilometer-Lauf, wiederum ein äußerst bergiger Kurs.

 Jede der einzelnen Strecken in der jeweiligen Disziplin trainiert man in jeder vernünftigen Ironmanvorbereitung einzeln in einer Woche. Hintereinander absolviert und dann auch noch in einem ordentlichen Renntempo - das aber ist was ganz anderes!!

Aber ich brauchte einfach eine neue Herausforderung. Dreimal hintereinander habe ich die Challenge in Roth absolviert, dazu nicht gerade langsam. So sehr ich dieses Rennen in Roth auch liebe (wo sonst hat man 150 000 Leute an der Strecke stehen?), ich brauchte einfach ein neues großes Ziel.  Und da habe ich das unangenehme mit dem nützlichen verbunden: da es noch einige Wochen dauern wird, bis ich wieder mit regelmäßigem Schwimmtraining beginnen kann (die Physio macht bereits deutliche Fortschritte) wird das mit neuen Rekorden heujahr im Wasser eh nix. Und Zofingen hat mir schon immer im Kopf rumgespukt, also wenn nicht heujahr wann dann???

Auf in den Kampf....

2 Kommentare 26.2.12 15:50, kommentieren

OFF-Season

Hallo,

noch ein letztes mal möchte ich mich vor Weihnachten melden. Derzeit befinde ich mich in meiner OFF-Season, also der Erholungsperiode. Kurz möchte ich auf diesen für uns Athleten doch sehr wichtigen Abschnitt im Jahr eingehen....

Wie der Name schon sagt, steht in diesem Abschnitt die vollständige geistige und psychische Erholung von den sportlichen Strapazen des ganzen vorigen Jahres (heujahr 2011) im Vordergrund.

Außerdem (wie in meinem Fall) ist es ein Ziel, bestehende Verletzungen und kleinere Wehwechen ausheilen zu lassen. Besonders zu letzterem hat man während der Saison im Allgemeinen keine Zeit, vor allem nicht im Sommer, wo neben strapaziösen Wettkämpfen immer wieder kleinere muskuläre Verhärtungen, Entzündungen etc. auftreten...Nach einer kürzeren Zeit des vollständigen Nichtstuns (bei mir diesmal zwanghaft länger, nämlich 13 Tage bis gestern) sollte man lockere Bewegung nach Lust und Laune einstreuen. Vor allem das Wort "locker" ist wichtig! Auch ich muss mich immer wieder dazu zwingen - wenn ich nicht wie derzeit von meinem Körper gezwungen werde - langsam, regenerativ und nicht zu viel zu trainieren. Beispielsweise wäre Nordic Walking hier eine echt schöne und sanfte Alternative! Während wir Triathleten im Sommer solche "Stockschlepper" oder "Schneckenstecher" gerne im 4 er - Tempo überholen und sie dann von uns auch noch einen mitleidigen Blick ernten, ist es in der Off-Season der ideale Sport: bei zügigem Gehen kann man ab und an Ausfallschritte, Wadendips etc. einbauen und die schöne Landschaft genießen und trainiert dabei automatisch im richtigen Pulsbereich, nämlich regenerativ!

Die Off-Season sollte mindestens zwei Wochen und kann (zumindest im Amateurbereich) bis zu zwei Monaten dauern. Je länger die nächste Saison wird, desto länger sollte auch die Off-Season davor dauern. 

Eigentlich müsst ihr auch keine Angst haben, dass euch langweilig wird....Denn die freie Zeit kann genutzt werden für die Kinder, Freunde, das Haus, andere Hobbies außer Sport etc. etc. Genießt das Leben in vollen Zügen, denn es wird bald genug wieder hart....

Gegen Anfang oder Ende(je nach persönlichem Geschmack) solltet ihr eure Rennen des Vorjahres analysieren. Was lief gut, was super und was verdient Verbesserung? Hier ist ein gut strukturiertes Trainingstagebuch euer guter Freund.

Dann folgt die Planung für die nächste Saison. Als erstes legt ihr euren Hauptwettkampf fest : Was ist euer größtes Ziel nächste Saison?

Schließlich gilt es, die große Frage zu beantworten: WIE will ich das Ziel erreichen? Als Beispiel grob meine Saison nächstes Jahr:

Hauptwettkampf: Duathlon World Championships Powerman Zofingen am 2. September.

Dieser Wettkampf hat zwei äußerst anspruchsvolle Laufkurse. Deshalb sollte Läufe in hügeligem Gelände den Schwerpunkt meines Lauftrainings 2012 bilden. Die Radstrecke ist noch brutaler! Daher auch viele Radfahrten in hügeligem Gelände, regelmäßiges Krafttraining etc. Radfahren ist von den Zeiten her ausbaufähig. Also anteilig mehr Radfahren als Laufen. Und insgesamt: nicht unbegrenzt Zeit, deshalb intensiver trainieren und Zeitfenster wie Osterferien oder Pfingstferien nutzen. Außerdem nicht zu früh in der Saison müde werden, also zwei statt einen beinfreien Tag wie bisher....

Ihr könnt es euch glaub ich gut vorstellen, was ich meine. Das wichtigste: ruiniert nicht euer Umfeld und seid nicht zu verbissen. Nur, wenn die ganze Sache Spaß macht, werdet ihr auch besser werden!

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches und tolles Jahr 2012! Bedanken möchte ich mich bei allen, die mich wie jedes Jahr bei meinen sportlichen  Träumen und Ambitionen unterstützt haben und mir immer wieder Mut gemacht bzw. mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt haben!

Herzliche Grüße,

euer Matsches 

1 Kommentar 21.12.11 11:40, kommentieren